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SVC – Migration bestehender vDisk in SVC Teil1

Wie migriert man eigentlich vDisk, welche vom Storage Subsystem direkt den Hosts präsentiert sind, in den SVC Cluster? Natürlich ohne dabei die bestehnden Daten zu verlieren und mit möglichst wenig Unterbruch.

Bei den aktuellen SVC Versionen gibt es einen Wizard der durch die Migration führt. Hier zeige ich den Weg wenn man die Steps manuell ausführt. Man will ja genau wissen was step by step passiert 😉 und hat den vorteil step by step zu migrieren.

Bevor mit der eigentlichen Migration gestartet werden kann, müssen zuerst die Umsysteme kontrolliert werden, ob diese überhaupt mit dem aktuellen Stand von Hardware und Software supported sind. Dies gilt grundsätzlich für alles Systeme im SAN (Switch, Stroage-Controller, Hostsystem etc). Dazu sollte immer die aktuelle SVC Interop Seite geprüft werden. Diese findet man hier. Auf die Hosts bezogen, sollte man sich vorher schon mal folgende Informationen von den Systemen notieren:

  • OS Version
  • HBA Typ
    • Hersteller
    • Firmware Stand
    • OS Treiber Version

Sind alle Komponenten auf einem supporteten stand, kann mit der eigentlichen Migration gestartet werden.

Als ersten Schritt würde ich empfehlen folgende Daten von den zu migrierenden vDisk zu Notieren:

  • LUN ID
  • Disk ID (diskpart in Windows) -> kann bei Cluster Systemen nützlich sein da dort auf diese ID bezug genommen wird.
  • Disk Nummer
  • Disk Label

Disk ID, Disk Nummer, Disk Label sollten nach der Migration immer noch gleich sein, da diese vom OS auf der entsprechenen vDisk abgelegt werden. Die Aufnahme der Daten dient nur zur Sicherheit.
Wichtiger ist die LUN ID, mit welcher die vDisk momentan dem Host präsentiert ist. Diese LUN ID sollte wieder gleich sein nach der Migration in die SVC.

Nun zu den eigentlichen Arbeiten für die Migration
(es wird davon ausgegangen das das SAN Zoneing bereits erstellt wurde, die Hosts der SVC Präsentiert sind und entsprechend erfasst, das Storage Subsystem ebenfalls)

  1. Stoppen der IO auf die vDisk vom Host System. Idealerweise wird hier der Host heruntergefahren.
  2. Auf dem Storage System das Mapping der zu migrierenden vDisk an den Host entfernen. Neues Mapping erstellen und die vDisk dem SVC Cluster präsentieren.Die LUN ID hier muss nicht mehr der LUN ID von der vorherigen präsentation an den Host übereinstimmen.
  3. Auf dem SVC Cluster unter Pools -> MDisks by Pool -> “Detect MDisk” ausführen (CLI command wäre detectmdisk, lsdiscoverystatus)
  4. Nun sollte eine neue mdisk mit der vorhin vergebenen LUNID unter “Not in a Pool” erscheinen. Wichtig, der Mode ist “Unmanaged”Jetzt sollte zuerst diese mdisk umbeannt (Rechtslick -> Rename) werden damit klar ist um welche vDisk es sich handelt und damit diese nicht flälschlicherweise einem Pool zugewiesen wird, dann wäre die mdisk im managed Mode und die Daten weg!
  5. Nun muss diese umbeannte mdsik Importiert werden in die SVC. Rechtslick -> Import.
  6. Nun startet ein kleiner Wizard. Beim ersten Feld kann default belassen werden.Beim zweiten Step könnte selektiert werden, das gleich eine Migration in einen Pool vorgenommen wird. Dieser Step ist Optional und ich würde hier keinen Pool selektieren. Ich empfehle später eine Volume Copy. (Die Warnung das kein Pool selektiert wurde zur Kenntnis nehmen und bestätigen)Nun ist die mdisk aus “Not in a Pool” verschwunden und Taucht im Pool “MigrationPool_8192” auf. Dieser wird automatisch erstellt falls noch nicht vorhanden. _8192 bedeutet übrigens das der Pool mit der grössten Extent Size von 8GB arbeitet. Der Mode der Disk hat jetzt auch von “unmanaged” auf “Image” gewechselt
  7. Jetzt zur Ansicht “Volumes by Pool” wechseln. Dort ist nun ebenfalls der MigrationPool_8192 ersichtlich und ein Volume darin.Dieses wurde durch den Import erstellt. Man kann sich dieses Volume so vorstellen, als zusätzlichen “virutaliseirungslayer” der einen raster mit extent size von 8GB über unsere vDisk gelegt hat. Die Daten auf der Disk werden nicht geändert. Der Name des Volumes setzt sich durch das Storage System der mdisk und der LUN ID zusammen
  8. Das Volume sollte nun wieder entsprechend Umbenannt werden (Rechtsklick -> Rename) damit klar ersichtlich ist um welche vDisk es sich handelt.
  9. Nun kann das Volume an den Host gemapped werden. Dies geschieht durch Rechtklick -> Map to Host.
    Hier sollte nun wieder die gleiche LUN ID (SCSI ID) vergeben werden, wie die vDisk hatte, als sie zu beginn dem Host präsentiert war.
  10. Nun kann der Host wieder gestartet werden. Das Volume sollte jetzt wieder ersichtlich sein. Wird die Disk im Disk Manager erkannt aber als Offline angezeigt, so muss diese Manuell online genommen werden.


Der erste Teil der Migration ist mit diesem Step abgeschlossen. Die ursprüngliche vDisk befindet sich somit “hinter” der SVC und auf die Daten kann wieder zugegriffen werden. Als nächster Punkt steht die “komplette integration” in die SVC an. Dabei werden werden die Daten des Volumes via “Mirror Copy” in eine bestehenden Pool Kopiert und die “alte” mdisk kann dann entfernt werden. Dies erkläre ich in einem nächsten Post

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